Junge KWS
Wer ist die junge KWS?
Nun, zunächst waren wir alle Kinder. Wir waren die Kinder von Eltern, die ein soziokulturelles Zentrum im Nordschwarzwald gegründet hatten, die Technik für Veranstaltungen verantwortlich übernahmen, die schauspielerten und vieles organisierten.
Dann waren wir in erster Linie FreundInnen. Wir haben zusammen gespielt und lange Gespräche geführt. Weil wir aber trotzdem noch die Kinder unserer Eltern waren, hat uns das bald nicht mehr gereicht. So wurden wir KünstlerInnen – spielten mit beim Sommertheater, lernten das Jonglieren und Feuer spielen, arbeiteten an eigenen Shows – und entdeckten die Freude die entsteht, wenn etwas eigenes auf die Beine gestellt wird. Wir holten Nachwuchsbands nach Simmersfeld, unsere legendäre Konzertreihe „...and they dance!“ entstand, halfen bei Zirkusfreizeiten mit und veranstalteten Zirkustage. Dabei ergaben sich neue Bekanntschaften, der Kreis der FreundInnen wurde größer und zugleich verlässlicher.
Mit den Jahren wurde unser Handeln bewusster politisch – durch unsere gemeinsamen Erfahrungen ist uns klar geworden, dass eine andere Welt wichtig und zugleich möglich ist. Ein Generationenkonflikt ist aber spätestens dann unvermeidlich, wenn die Eltern zu hören kriegen, dass sie über das Organisieren oft ihre gesellschaftspolitischen Anliegen vergessen haben und die Eltern über die „Radikalität“ ihrer Kinder staunen.
Trotzdem oder gerade deswegen wird unser buntes Treiben von der „alten“ KWS in jeder Hinsicht gefördert. Beide Gruppen bereichern sich mit ihren Ideen und Erfahrungen gegenseitig – arbeiten eng zusammen und denken doch sehr oft unterschiedlich.
Dabei liegen uns allen das fest.spiel.haus, der dunkle Wald und die einzelnen Personen, die die KWS in ihrer Gesamtheit ausmachen, am Herzen.
Gerade sind „wir“ eine so große Gruppe wie nie und unser neues Projekt heißt „action, mond und sterne“. Ein Camp - politisch, künstlerisch und im Wald - genau, wie (und wo) wir sein möchten.
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